Jahresbericht 2021
Gerne überbringe ich den Gruss und die Dankesworte aus Béog-Neeré.Ende 2021 wohnten 28 Kinder (28 Kinder im Vorjahr) im Heim. Kurz vor Weihnachten wurden 2 Kinder, Epiphane Ilboudou und Mamadou Tassembedo, aus dem Heim gewiesen. Sie wurden auf frischer Tat beim Diebstahl eines 50 Kilogramm schweren Reissackes ertappt. 13 Kinder (im Schuljahr 2020/2021 16 Kinder) besuchten die Schule Maurice Lack und 10 Kinder (im Schuljahr 2020/2021 10 Kinder) gingen in das Lyceé de L’Alliance Chrétienne (LAC), eine weiterführende Schule gegenüber dem Heim. 4 Kinder besuchen verschiedene höhere Schulen in Kamboinsin.
Amadou Tiemboré, 14jährig, hat die Prüfung als Gebäudeelektriker im Lysée Technique et Professionell Saint Grégoire nicht bestanden und wiederholt das Abschlusslehrjahr. Er wohnt weiterhin im Heim.
Amidou Barry, 18jährig, arbeitet nach seinem erfolgreichen Abschluss der Schneiderlehre ein weiteres Jahr in einem Atelier, um sein Wissen und seine Fähigkeiten zu erweitern. Das Atelier liegt zu weit weg vom Heim und er lebt in der Familie seines Onkels, dem jüngeren Bruder seines verstorbenen Vaters. Er besucht jedoch das Heim, wenn immer möglich, mehr als einmal in der Woche, zudem flickt er die Kleider seiner Kameraden.
Von den 8 Externen Jugendlichen (im Vorjahr 18 Externen Jugendlichen) für die wir die Schule bezahlen, nicht aber für die Unterkunft und für das Essen aufkommen müssen, hat sich bis Ende 2021 einiges getan.
Marius Tiemtoré, 9jährig, ist in der Ecole primaire Songré de Kossoghin
Julien Ouédraogo, 18jährig, studiert am College Etablissement la verdure in Kilwin
Razac Sawadogo 14jährig wird neu im Centre de Goundy als Schweisser ausgebildet
Arthur Ouédraogo, 17jährig, ist bereits im 3. Lehrjahr als Schweisser im Centre de Goundy
Tasséré Kinda, 20jährig, ist bereits im 5. Lehrjahr als Schweisser im Centre de Goundy
Idrissa Sana, 27jährig, studiert im 5. Jahr Geologie an der Uni Joseph Ki-Zerbo de Ouaga in Tanghin, und wir dürfen auf einen baldigen Abschluss hoffen.
Hassan Tassembédo, 22jährig, studiert im 3. Jahr angewandte technische Wissenschaft an der Uni Joseph Ki-Zerbo de Ouaga in Tanghin
Michael Zongo, 22jährig, studiert im 2 Jahr Economie an der Uni Thomas Sankara Ouaga II in Samandin.
Im gesamten kommen wir im Jahr 2021 für 36 Kinder und Jugendlichen (im Vorjahr 46 Kinder und Jugendlichen) auf. Von den 10 Kinder und Jugendlichen, die im Vorjahr noch auf der Liste waren, fehlt jede Spur.
Leider mussten 7 Kinder im Laufe des Jahres gegen Malaria behandelt werden. Zum Teil mussten sie sich in Spitalpflege begeben, um eine Infusion zu bekommen. Am 14. Oktober 2021 klagte Gaëtan Yaméogo über Herzbeschwerden. Er blieb eine Nacht in der Klinik bon secour, wo er eine Infusion bekam. Danach wurde er ins Spital PAUL VI verlegt. Die letzte Untersuchung wurde in der Herzklinik durchgeführt. Er bekam Tabletten und es scheint ihm heute besser zu gehen. Ein Kind klagte über Zahnschmerzen und wurde dementsprechend behandelt.
Amidou Barry wird in regelmässigen Abständen im Krankenhaus von Yalgado untersucht und überwacht. Er leidet an der seltenen Sichelzellenanämie. Um der Malaria vorzubeugen erhielt jedes Kind imprägnierte neue Moskitonetze. Das letzte Mal 2019. Nach den Ferien kamen einige Kinder wie jedes Jahr abgemagert ins Heim zurück. Einige der Kinder kamen in den Ferien zurück ins Heim, da sie Zuhause nichts zu essen bekamen.
Immer wieder werden wir über den Tod eines Elternteils informiert. Im 2021 verstarb der Vater von Marie Gabriel Sawadogo an den Folgen von Hämorrhoiden.
Personelles
Im und für das Zentrum arbeiteten 20 Personen (im Vorjahr 19), für deren Lohn wir aufkommen. Der Vorstand in Burkina, mit Joanny Tabsoba, Rose-Marie Traoré und Béatrice Monné sind für einen reibungslosen Betrieb im Heim besorgt. Unterstützt werden sie durch den Sekretär Job Armand Kanaba, der alle Berichte verfasst und an den Sitzungen anwesend ist. Im Heim arbeiten unter der Leitung der Direktorin Solange Tassembedo 10 Vollzeit- und sechs Teilzeitangestellte.
Im Oktober beendeten die beiden Gärtnerinnen ihre Arbeit. Sie wurden ersetzt durch Salifou Siniaré, der die Arbeit am 5. November aufnahm.
Solange Tassembedo musste sich einer Operation unterziehen und fehlte vom 22. Juli bis 9. Oktober. Sie wurde von Joanny Tabsoba als Interimsdirektor bestens vertreten.
Die Familie von Béatrice Monné erkrankte gegen Ende vom Jahr an Covid 19. Sonst blieb das Heim vor dieser heimtückischen Krankheit verschont.
Das Team unter der Leitung von Solange Tassembedo nahm regelmässig das Jahr über an Weiterbildungen teil: sei das in pädagogischer, organisatorischer und struktureller Hinsicht oder in theoretischer und praktischer Ausbildung im Bereich des Gemüseanbaus oder der Hühnerhaltung.
Einen sehr grossen Wert wird der Hygiene zugeschrieben. Béatrice Monné sensibilisiert und unterrichtet die Mitarbeitenden und die Kinder in theoretischen und praktischen Aspekten der Hygiene. Es geht um Körper, Kleidung und sanitäre Einrichtungen. Zweimal täglich duschen die Kinder. Jedes Wochenende werden die Kleider gewaschen. Das Händewaschen gehört bereits zur Normalität. Jedes Jahr zeigt Béatrice Monné den Kindern den genauen Umgang mit den Moskitonetzen. Sie klärt die Bewohner des Heims über die Krankheit Malaria auf und zeigt die Vorkehrungen auf, wie man sich dagegen schützen kann. In Burkina besteht eine Impfpflicht, die je nach Wirkungsdauer wiederholt werden muss.
Unser eingezäuntes Gelände ist in etwa zwei gleich grosse Flächen geteilt.
Im 1. Hof stehen die Schlafräume, das Sekretariatsgebäude, die Küche, zwei Paillottes, WC’s, Duschen und die Schule. Hier befindet sich auch der handbetriebene Brunnen.
Im 2. Hof steht das Magazin, der Hühnerstall und der zurzeit ungenutzte Schweinestall. Der solarbetriebene Brunnen befindet sich neben dem Gemüsegarten, der mit einem Zaun vom Rest abgetrennt ist. Der Gemüsegarten nimmt etwa ein Drittel des zweiten Hofes ein.
Für die grosse danebenliegende Fläche wurde für zwei Tage ein Esel mit Pflug gemietet. Vorgängig musste die ganze Fläche vom Gras befreit werden. Die Kinder säten mit den Mitarbeitern Erdnüsse, und Bohnen. Im Oktober und November ernteten sie die Produkte des Feldes. Die Erdnüsse und Bohnen wurden in der Küche für die Mahlzeiten verwendet. Diese Arbeiten fanden zum Teil im Rahmen der Sommercamps statt.
Sommercamp
Bereits konnte das 4 Sommercamp durchgeführt werden. Es dauerte vier Wochen und wurde in zwei Phasen eingeteilt. Der erste Teil fand vom 20. Juni - 5. Juli 2021 zu Beginn der Sommerferien und der zweite Teil vom 8. - 23. September 2021 vor Beginn des neuen Schuljahres statt. Die Kinder wurden in 4 Gruppen eingeteilt. Die Kosten für das Sommercamp beliefen sich auf CHF 1’016.
Feldarbeit - Gemüseanbau im zweiten Hof
Die beiden Animateure erhielten von Richard Kafando Unterricht im Gemüseanbau. Dieses Wissen probierten sie mit den Kindern aus. Zuerst wurden die Beete korrekt für die Pflanzung vorbereitet. Schnurgerade lagen die Beete in genauen Abständen nebeneinander. Um die Kosten der Zubereitung der Mahlzeiten zu senken, wurde auf der Fläche von 0,2 Hektaren Gemüse für den Eigenbedarf angebaut. Mit grossem Vergnügen säten die Kinder Salat, Spinat, Tomaten, Gurken, Kohl, verschiedene lokale Grünpflanzen sowie Sauerampfer an und steckten Zwiebeln in den Boden. Mit der Erneuerung des Tropfbewässerungssystems wurde die Arbeit für alle Beteiligten viel einfacher und zeitsparend.
Kulinarische Geheimnisse
Bevor die Kinder die Küche stürmen konnten, musste die bis in den hintersten Winkel geputzt werden. Danach zeigten ihnen die Köchinnen, wie man Hirse- und Maiskörner zu Mehl verarbeitet und daraus ein herrlicher Couscous zubereiten kann. Sie verrieten den Kindern köstliche Rezepte, die sofort umgesetzt wurden. Alle hatten riesigen Spass an den Aktivitäten.
Holzarbeiten
Unter der Leitung von Paul Bélemsigri (Schreiner) wurden Bretter sortiert, gewaschen und wiederverwendet. Er zeigte ihnen, wie neue Regale aus alten Latten zu einem neuen Leben erweckt werden können, anstatt sie zu entsorgen oder zu verbrennen. Ein Höhepunkt des Sommercamps war die Installation der Deckenverkleidung der zwei neuen Zimmer im Sekretariatsgebäude, an denen die Kinder aktiv mitarbeiteten durften.
Elektrizitätsinstallation
Mahamado Tiemtoré absolviert eine Lehre als Gebäudetechniker. Mit seinen Kameraden durfte er in den beiden neuen Bürozimmern unter den aufmerksamen Augen seines Ausbilders die Elektrikerinstallationen anbringen.
Schweissen
In der zweiten Hälfte des Sommercamps wurden wie jedes Jahr Tische, Bänke, Betten und Möbel repariert. Dabei wurden sie von Mahamadi Nikièma (Schweisser) geführt. Einige der Bänke kamen aus der Schule Maurice Lack, der Rest gehört dem Heim.
Malerei
Adama Zoétyandé (Maler) zeigte den Kindern, wie mit Malerfarben umgegangen wird. Die Gestelle der Betten und Schränke wurden mit der gewünschten Farbe der Kinder gestrichen. Die Kinder haben diese Arbeit mit viel Spass und Geschick erledigt.
Lesen
Neu wurde in der letzten Phase des Sommercamps das Lesen als Teil des Aktivitätsprogramm eingeführt. Die Kinder sollen vermehrt von der Vielfalt der Bücher in der Bibliothek profitieren und sich weiterbilden.
Kompostgrube
Am 2. April 2021 wurden die dürren Gräser mit Wasser angefeuchtet und mit Asche und Dung vermischt und danach mit vollem Körpereinsatz zerstampft. Als alles Material verarbeitet war, hatten die Kinder vier Schichten bis oben an den Rand der Grube angehäuft. Nun kann der Gewinnung von natürlichem organischem Kompost nichts mehr im Wege stehen. Der daraus gewonnene Erdveredler wird im Garten, im Feld und für die Pflege der Bäume verwendet.
Aufforstung und Pflege der Bäume
Leider wurden durch Termiten einige der Bäume so stark geschädigt, dass sie abstarben. Diese Bäume wurden im September ersetzt und es ist zu hoffen, dass sie überleben werden. Wie immer pflegen die Kinder ihre Bäume selber und während den Ferien werden sie durch den Tageswächter mit dem nötigen Nass versehen. Die Bäume der Kinder stehen im 2. Hof im Gelände oder im Gemüsegarten.
Hühnerhof
Im 2021 scharrten etwa 30 Hühner der lokalen Rasse im sauber geschruppten Stall. Die Kinder fütterten und pflegten die Tiere mit Leidenschaft und Freude. Diese wurde durch die Kückensterblichkeit getrübt und der Bestand konnte so nicht wachsen. Die lokale Hühnerrasse legt keine Eier zum Verzehr, sondern nur zur Aufzucht von Kücken.
Aus gesammeltem Altpapier entstanden Briketts als Brennstoff für die Küche. Die Grusskarten, die wir immer zum Jahresende bekommen, wurden ebenfalls im Sommercamp hergestellt. In Atelierkursen wurden die Buben in Musik, Rhythmus und Tanz unterrichtet. Zweimal im Monat wird das gesamte Gelände von Plastik und Unrat gesäubert. Betreut wurden die Kinder durch Solange Tassembédo, unserer Direktorin, Rasmata Zongo und Drissa Coulibaly sowie den Animateuren der verschiedenen Workshops. Die restlichen zwei Monate verbrachten sie bei ihren Familien.
Trotz Covid 19 wurden die Jahresfeste im kleineren Rahmen gefeiert. Das sind die Festtage der verschiedenen Religionen wie der Ramadan, der Tabaski, ein islamisches Osterfest, das Oster- und Weihnachtsfest der Christen.
Seit 2019 organisierte der Verein Kiswendsida auf unsere Anregung hin ein Treffen mit den Internatsschülern, den Externen und vor allem den Ehemaligen im Berufsleben mit ihren Familien sowie Freunde des Zentrums zu einem Austausch mit anschliessendem Festessen. Am 13. März konnte dieser Anlass nur mit den Kindern, einigen wenigen Externen, dem Personal und den Vorstandsmitgliedern von Kiswendsida begannen werden, um die Kontakte angesichts der momentanen Gesundheitssituation zu minimieren. Die Gelegenheit wurde genutzt, um dem Personal für ihre guten Dienste zu danken. Die Feier wurde durch Darbietungen, Preisverleihungen an die besten Schüler jeder Klasse und mit kleineren Vorträgen aufgelockert. Ein sehr üppiges, grosszügiges Essen wurde serviert. Das Fest war ein grosser Erfolg.
Im Januar 2021 gab es drei Besuche durch Privatpersonen
Am 19. März 2021 besuchte das PMK, Prytanée Militaire de Kadiogo das Zemtrum und übergab der Leitung im gesamten 11'000 Kilogramm in Mais, Sorghum, Hirse und Bohnen. Dazu kamen vier Schachteln Zucker und 150 Liter Öl. Leider stellt sich später heraus, dass die Spenden bereits verdorben waren und nur ein Teil wirklich verwendet werden konnte. Am Ende waren aber nur 400 Kilogramm Getreide ungeniessbar und der Rest von 10'600 Kilogramm war in Ordnung. Das Getreide reicht für 4 Jahre!
Am 8. Oktober besuchten ehemalige Schüler der PMK, die jetzt an verschiedenen Universitäten studieren, das Heim. Sie beschenkten die Kinder mit verschiedenen Lebensmittel und Hygieneartikel, die dankbar angenommen wurden.
Am 27. Oktober organisierten die Studenten der Ingenieurhochschule einen Abend mit den Bewohnern des Heims, um über die Verbesserung der Hygiene zu sprechen.
Der letzte Besuch fand im Dezember mit Mitgliedern des Goethe-Institut statt. Verschiedene burkinische und deutsche Künstler gestalteten ein Kunstprojekt zum Thema, «Wie stellen Sie sich die Entwicklung von Kamboinsin in 50 Jahren vor?». Die Aussenwand der Umgebungsmauer wurde bemalt und mit einer Abnahme der Gemeindebehörde gewürdigt.
Erweiterungsbau Büro
Bereits im Jahr 2019 sahen Marianne und ich die Notwendigkeit, das Bürogebäude um zwei Zimmer zu erweitern. Zum ersten Mal hatten wir einen männlichen Betreuer, der ein eigenes Zimmer brauchte. Drissa Coulibaly wurde daraufhin im vordere Bürozimmer untergebrach. Dadurch verlor das Zentrum aber das Krankenzimmer, das in ein Bürozimmer umgewandelt wurde. Das ist ein Zustand, der nicht zu akzeptieren ist. Nach dem Brand im 2020, der in Drissas Zimmer ausbrach und den er verschuldete, liessen wir die zwei verkohlten und beschädigten Zimmer renovieren. Wir verzichteten bewusst auf ein Facelifting des Aussenverputzes und gaben nur das Allernötigste in Auftrag. Nach der Wiederherstellung der verwüsteten Zimmer informierten wir die Verantwortlichen des Zentrums über unsere Idee, zwei neue Zimmer zu bauen. Die Idee wurde mit Freuden aufgenommen. Marianne und ich haben bereits unsere Pläne der Einteilung der beiden neuen Zimmer mit Fenstern, Türen und Durchgang geplant und nach Burkina gesendet. Nach einigem Hin und Her stimmten wir den Plänen des Architekten zu und der Bau konnte im Februar beginnen. Heute sieht kein Mensch, dass angebaut wurde. Wir freuen uns über den gelungenen Anbau, der auf CHF 22'000 zu stehen kam. Finanziert wurde der Umbau von Marianne Theurer und Monika Kessler mit den gebundenen Spenden aus dem Erlös der Konfitüren und dem Adventsverkauf.
Handbetriebener Brunnen
Bereits seit der Gründung versorgt der alte handbetriebene Brunnen das Heim mit sauberem Wasser. Zum ersten Mal musste eine Reparatur am Getriebe gemacht werden. Am 27. April wurde der Schaden ein erstes Mal besichtigt und konnte am selben Tag behoben werden. Es mussten Rohre, das Lager und das Laufrad ersetzt werden. Die Kosten belaufen sich auf CHF 184.00. (wird erst im 2022 bezahlt)
Wasserschloss
Bereits 2019 musste das Innere des Wasserturms von Rost befreit werden. Damals wurden die Wände und der Boden mit einer speziellen Farbe angestrichen, um eine weitere Korrosion des Blechs zu verhindern. Leider hat diese Vorsichtsmassnahme nicht gereicht und der Boden musste mit einem weiteren Blech verstärkt und wieder mit einem Neuanstrich versehen werden. Der Schwimmer wie auch der Steuerkasten der elektrischen Pumpe wurden ausgetauscht. Die Kosten belaufen sich auf CHF 1'218.00. (wird erst im 2022 bezahlt)
Wir sind sehr dankbar, dass ausser von unserm Verein immer wieder Spenden in Burkina ankommen, die von wohlwollenden Menschen überwiesen werden. So können die Verantwortlichen von Béog-Neeré über die Spenden verfügen, wie sie es für richtig halten. Damit konnte zum Beispiel das neue Bewässerungssystem, 18 Matratzen, ein neuer Computer für die Direktion usw. bezahlt werden.
Der Chramschopf Zollikerberg überwies uns im Juli wieder CHF 20.000. Hier darf erwähnt werden, dass der Chramschopf seit der Gründung des Kinderheims im Jahre 1994 bis heute CHF 443'000 gespendet hat. Marianne Theurer verkaufte wie jedes Jahr mit grossem Erfolg riesige Mengen an selbstgemachter Konfitüre. Im Gesamten erhielten wir im Kalenderjahr 2021 Spendengelder über CHF 95’112. Wir dürfen seit Jahren auf sehr treue Spender zählen.
Wir haben die Unterhaltszahlungen für Béog-Neeré in zwei Tranchen überwiesen. Im Dezember 2020 eine Teilzahlung von CHF 16’000 und im Februar 2021 CHF 11'000. Dies, weil wir nie ein klares Budget zum richtigen Zeitpunkt erhalten. Total für das 1. Semester 2021 CHF 27'000 und im Juni 2021 CHF 27’200 für das 2. Semester. Damit kann der Betrieb reibungsfrei aufrechterhalten werden. Der Unterhalt für Béog-Nereé beläuft sich im Jahr 2021 auf Total CHF 54'000.
Im Gesamten überwiesen wir im Jahr 2021 CHF 76'200 nach Burkina. Diesen Betrag gaben wir für den Unterhalt und den Anbau Bürogebäude aus.
Regelmässig über das Jahr verteilt haben Marianne und ich Ausschusssitzungen zum Wohle unserer Kinder abgehalten. Wir trafen uns 8x zu Besprechungen. Dabei blieb es natürlich nicht, da Mails nach Burkina verfasst und gesendet sowie Mails aus Burkina empfangen und beantwortet werden mussten. Wir betreiben ein reger Austausch mit Joanny Tabsoba. An dieser Stelle möchte ich Marianne ganz herzlich für ihren riesigen Arbeitseinsatz danken wie auch dem übrigen Vorstand für ihre Unterstützung in den Diensten unserer Kinder von Béog-Neeré.
Im Juni 2022 Monika Kessler