Brayan wird als mittleres von drei Kindern in Ouagadoudou geboren. Der Vater ist Chauffeur in einer privaten Organisation, erkrankt aber einige Jahre nach Brayans Geburt. Er begibt sich in ärztliche Behandlung, doch sein Zustand bessert sich nicht und er wird aggressiv seiner Frau und seinen Kindern gegenüber. Die zu dieser Zeit schwangeren Mutter flüchtet in die Familie des Bruders ihres Mannes, um den Misshandlungen zu entgehen. Das geht eine Weile gut, bis der Vater sie bei seiner Familie aufspürt. Nun ist sie gezwungen, Zuflucht bei ihrer Familie zu suchen. Die Gesundheit des Vaters bessert sich und die Familie zieht wieder zusammen. Der Vater ist aber nicht mehr in der Lage für die Familie zu sorgen, sodass Brayans Mutter diese Rolle übernimmt. Das Zusammenleben bleibt nur von kurzer Dauer, da die Anfälle des Vater wieder aufflammen. Er zwingt die Kinder immer wieder, seine Medikamente zu schlucken und treibt sich mit ihnen auf den Strassen herum. Das Leben der kleinen Familie wird unerträglich und die Mutter beschliesst, ihr Zuhause endgültig zu verlassen. Der Vater wird in ein Pflegeheim verlegt. Brayan und sein kleiner Bruder werden in die Obhut des Grossvaters väterlicherseits gegeben, der aber über keinerlei finanziellen Mittel verfügt und keiner Arbeit nachgeht. Die Grossmutter versorgt nicht nur die Enkel, sondern auch den Grossvater, Brayans Vater und seinen Onkel mit ihren mageren Verdiensten. Der Grossvater sucht das Sozialamt auf und bittet um Hilfe für die Enkel. Brayan, der im schulpflichtigen Alter ist, wird im September 2015 ins Heim aufgenommen. Brayan ist ein offener, fröhlicher Bub, der sich mit seinen Kameragen sehr gut versteht. Er möchte Automechaniker werden.