Ein lang ersehnter Besuch in unserem Heim Béog-Neeré

Ein lang ersehnter Besuch in unserem Heim Béog-Neeré

2022 Unsere Arbeit lohnt sich

Ende Januar 2022 konnten Marianna Theurer und Monika Kessler nach vier langen Jahren endlich wieder einmal unsere Mitarbeiter und die Kinder von Béog-Neeré in Burkina Faso besuchen.

Die Freude des Wiedersehens lag auf beiden Seiten und wir wurden mit offenen Armen empfangen. Wir haben langjährige Angestellte, besonders im Führungsbereich, die den Betrieb des Heims bestens kennen. Voller Stoltz wurden wir im neuen Sekretariatsblocks herumgeführt. Der Anbau ist gelungen und die Einrichtung erfüllt alle Bedürfnisse der Direktorin und der Betreuer. Alle sind bemüht, ihr Bestes zu geben. Doch auch unter den Heimbewohner haben wir viele, die bereits zwischen 5 und 12 Jahren zu unseren Kindern zählen und die wir mit wenigen Ausnahmen persönlich kennen. In den letzten vier Jahre sind drei Kinder neu ins Heim eingetreten. Die Treffen mit allen Heimbewohner erfüllte uns mit grosser Freude.

Seit Jahren verfolgen wir deren Entwicklung in der Schule. Wenn sie den Übertritt in eine höhere Klasse schaffen ist das auch für uns ein Erfolg. Unsere Kinder sollen jede Möglichkeit haben, eine gute Zukunft aufbauen zu können. So haben wir schon vor Jahren darauf hingewiesen, dass die Schweizer Jugend durch Schnupperlehren verschiedene Berufe kennenlernen können. So etwas ist in Burkina Faso ein absolutes Novum. Dieses Jahr haben es die Verantwortlichen geschafft, für die über 13-jährigen externe Schnupperplätze zu organisieren.

Mit Computerschulung und Sportkursen sollen die Jugendlichen mit ihren Kameraden ausserhalb des Heims Schritt halten können. Gerade diejenigen, die sich in die Gymnasien und in die Universität emporarbeiten wollen, sollten hier kein Nachteil haben.

Im zweiten Hof wird Gemüse und Getreide angebaut. Die Felder werden von den Kindern unter der Anleitung des Gärtners bewirtschaftet. Die Bäume, die die Kinder im Januar 2016 gepflanzt haben und seither betreuen, sind mehrheitlich noch vorhanden. Einige sind zu stattlichen grossen Bäumen herangewachsen.

Während unseres Aufenthaltes gab es einen militärischen Putsch. Für einige Tag durften wir unser Logis nicht verlassen. Dieser Zwangsaufenthalt in unserer Unterkunft kam uns sehr gelegen, da sich die schriftliche Arbeit ganz schnell aufgestaut hatte. Wir konnten mit allen Angestellten Gespräche führen. So erfuhren wir, dass in Küche und Garten einige arbeiten, die nicht oder kaum eine Schule besucht haben. Mit der Anstellung im Heim Béog-Neeré können sie ihren Lebensunterhalt für ihre Familie und teilweise auch den ihrer ganzen Sippe bestreiten.

Auch dieses Jahr haben wir uns gefragt, ob sich der grosse Aufwand, der das Betreiben des Heims für uns mit sich bringt, lohnt, und einmal mehr müssen wir uns eingestehen, dass unsere Arbeit wertvoll und unentbehrlich ist. Mit Freuden und Elan werden wir unsere Arbeit weiterführen.

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